Bieling Architekten

Spielbudenplatz

Hamburg, St. Pauli

St. Pauli mit seinen Eigenarten und Kontrasten zu verstehen und die Bedeutung des Orts der ehemaligen Esso- Häuser zu begreifen, gilt als wesentlich für die Entwicklung des städtebaulichen Konzepts und zur Bildung eines Quartiers, welches Akzeptanz der Bewohner und Anwohner finden möchte. Der Ort ist geformt von seiner Geschichte und von seinen aktuellen Erwartungen und Sehnsüchten. Daran knüpft der Entwurf an, der zum einen den städtebaulichen Bezug St. Paulis sucht und gleichzeitig Antworten auf ein zeitgemäßes Leben im Viertel gibt. Grundgedanke der städtebaulichen Figur ist der klassische Blockrand, der dem Charakter St. Paulis entsprechend aufgebrochen ist, Zugänge und Einblicke in das Blockinnere ermöglicht. Differenzierte Außenräume bilden sich mittels der Baukörperanordnung von einem Gebäuderiegel entlang der Taubenstraße und zwei in sich verschränkte winkelförmige Gebäudeteile, an deren Enden sich Hochpunkte, in Anlehnung der ehemaligen Esso- Häuser, entwickeln. Die Nutzungsverteilung folgt dem Charakter des Viertels entsprechend von einer lauteren zu einer leiseren Seite und ordnet entlang des Spielbudenplatzes eine Hotelnutzung in zwei Baukörpern an. Daran angegliedert, geschützt vor Lärmeinträgen, schließt der Wohnungsbau entlang der Taubenstraße, Kastanienallee und im Blockinneren an.