Bieling Architekten

Altona Nord

Hamburg

Grundlage des Entwurfs ist der bestehende städtebauliche Masterplan und der Entwurf für den Bebauungsplan „Altona Nord 26“. Nach dem Vorbild der umliegenden Bebauung im Bestand entstehen in kleinteiligen Einheiten urbanes Wohnen und individuelle Vielfalt. Die hofartigen Freiräume ergänzen das Raumangebot mit privaten und halböffentlichen Außenbereichen. Die Blockrandfigur wird durch Auflösung in kleinere Einheiten individualisiert. Dabei unterscheiden sie sich entsprechend der Größe der Parzellen in der architektonischen Ausdifferenzierung in Höhe und Geschossigkeit. Aus den unterschiedlichen Höhen des Blockrandes ergeben sich zudem positive Effekte für die Belichtung und Belüftung der Innenhöfe und Eckbereiche.

In den Fassaden spiegelt sich erneut die Größe der Parzellen wieder. Die gewünschte homogene Vielfalt wird durch eine permanente Überformung von wiederkehrenden Elementen innerhalb einer Grundordnung erreicht. Gemeinsames und verbindendes Elemente aller Typen sind durchgehende Sockelzonen als Abgrenzung zur Straße und großzügige Balkone. Offene und geschlossene Flächen in den Brüstungen sorgen für wechselnde optische Effekte in den Fassaden und unterschiedliche Grade an Privatheit.

Der Typus A aus Basis, Korpus und Kopf bezieht seine Wirkung aus der Proportionierung der Fläche. Typus B arbeitet mit einer betonten Schichtung der Geschosse, hervorgehoben durch abgesetzte Klinkerbänder. Typus C unterbricht den jeweiligen Blockrand als optische Fuge zwischen den Eckbauten und setzt sich von den benachbarten Baukörpern durch in sich geschlossene Flächen ab. In allen Typen variieren Ziegeloberflächen zwischen roten und beigen Farbtönen in gleichartigen Rhythmen nach dem Vorbild der umliegenden Blöcke im Bestand.

Die Innenhöfe sind zur Verbesserung der Belichtungssituation ausschließlich mit hellen Putzfassaden gestaltet und durch Balkone gegliedert.