Bieling Architekten

St. Heinrich

Oberkaufungen

Ziel des Entwurf ist eine stärkere bauliche Verknüpfung von Laien- und Altarraum entsprechend des Anliegens der Liturgiereform.

Grundelement des Konzepts ist dabei die Positionierung des Altarraums im Zentrum des Mittelschiffes. Durch diese Verschiebung des Altarraums kann dieser an drei Seiten durch den Laienraum gerahmt werden. Die bisher relativ große räumliche Distanz zwischen Vorsteher und Glaubenden wird überwunden, die Gemeinde versammelt sich auch räumlich um Altar und Ambo. Der Laienraum bietet künftig Platz für etwa 200 Kirchgänger und vermeidet den Eindruck der relativen Leere.

Der aus Holz gefertigte Boden des Altarraums hebt sich mittels einer Stufenhöhe leicht aus dem Laienraum heraus. Aus dem Podest des Altarraums heraus schälen sich Ambo und Altar. An seinem Ende in Richtung Chorraum verzahnt es sich mit der dortigen Treppenanlage und richtet sich als Wandfläche in die Vertikale auf. Chor und Altar werden durch diese Wandfläche auf selbstverständliche Weise räumlich unterteilt ohne voneinander getrennt zu werden. Die unterste Stufe der Treppe zum Chorraum wird verlängert und verbindet Chor und Altar. Auf dem Podest des Altars erheben sich massive Holzkörper für Altar, Ambo und Sedilien.

Der Chorraum wird über die im Bestand vorhandenen Seitenaltäre hinweg verlängert und beherbergt zukünftig das Taufbecken und den Tabernakel. In Achse des Mittelschiffs wird ein bronzenes Kreuz platziert.

Die Beichte findet zukünftig im Turm statt. In den Nischen des nördlichen Seitenschiffes entsteht Raum für die vorhandenen Statuen.

Die ausgewählten Materialien entstammen der unmittelbaren geografischen Umgebung. Zum Basaltfußboden des Laien- und Chorraums gesellt sich einheimisches Buchenholz. Die Wände können mit einem weißen Kalkanstrich die Wirkung der Glasmalereien und des natürlichen Lichteinfalls unterstützen.